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Taijiquan (auch TaiChi oder Taiji) ist keine esoterische, sondern eine ganz chinesisch-pragmatische, körperbetonte Bewegungs- und Kampfkunst. Es ist jederzeit anwendbar, erfordert keine Hilfsmittel oder Geräte und kann in jedem Alter praktiziert werden. Diese Bewegungskunst hat nachweislich einen positiven Einfluß auf die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Grundstimmung der Übenden.

Im Chen-Taijiquan werden Qigong, ruhige und explosive Handformen, Waffenformen, Partnerübungen und - wenn erwünscht - ab einem bestimmten Niveau auch Anwendungen/Selbstverteidigung unterrichtet.

Der Unterricht ist so gestaltet, daß jeder die Möglichkeit hat, auf seinem Niveau und mit seiner Übungsintensität in jeder Übung dazuzulernen und sich zu entwickeln. Interessenten können demnach jederzeit einsteigen.

Jeder Taijiquan-Übende hat bei Interesse die Möglichkeit, im Laufe seiner Chen-Taijiquan-Entwicklung - bei Vorhandensein des nötigen Wissens und Könnens - Prüfungen abzulegen und z.B. als Übungsleiter im Unterricht zu assistieren oder den Ausbildungsweg auch weiterführend zu beschreiten.

 

Der Kensho e.V. mit unserer Haupttrainerin Maren Scheible, bieten Unterricht im Chen-Stil nach den Richtlinien der World Chen Xiaowang Taiji Association an. Der Unterricht wird von Maren durch effektive und passende Qigong-Übungen ergänzt.

Der Chen-Stil ist der Ursprung aller Taijiquan-Familien-Systeme und hat sich inzwischen auf der ganzen Welt verbreitet Taijiquan wurde ursprünglich nur innerhalb der Chen-Familie praktiziert, bis vor etwa 150 Jahren auch öffentlich Unterricht gegeben wurde. Dies hatte zur Folge, dass sich Taijiquan veränderte und sich die verschiedensten neuen Stile, z.B. die der Yang-, Wu-, Wuu- und Sun-Familie, entwickelten. (Anmerkung: Die sogenannte Peking-Form ist eine während der Kulturrevolution von mehreren Taijiquan-Meistern unter staatlicher Kontrolle und Auflage entwickelte Taiji-Form.)

Großmeister Chen Xiaowang, das heutige Oberhaupt der Chen Familie, ist offizieller "Staatsschatz der VR China" und gilt dort bereits als lebende Legende. Er gibt weltweit regelmäßig Seminare, auch in Deutschland. Das Anliegen von Chen Xiaowang besteht nicht nur in einer seriösen Verbreitung des Taijiquan weltweit, sondern in der Erhaltung und dem Studium der authentischen Lehre.

In der direkten Linie von Großmeister Chen Xiaowang (19. Generation Gründerfamilie des Taijiquan) und Meister Jan Silberstorff (20. Generation) unterrichten die Lehrkräfte der WCTAG, der deutschen Abteilung des Weltverbandes WCTA, das Taijiquan der Familie Chen.

In der WCTA/WCTAG wird Taijiquan gelehrt als komplettes System, bestehend aus den traditionellen Hand- und Waffenformen, Tuishou (auch Push-Hands oder Schiebende Hände genannt, die Partnerübungen) und Sanshou (freie Kampfanwendung). Die Basis dafür ist das authentische Qigong der Familie Chen, das Cansigong (Seidenübungen), und das Zhanzhuang (die „Stehende Säule").

Über die WCTAG finden u.a. Seminare, Wochenkurse, und Austauschtreffen statt. Dazu stellt die WCTAG ständig weiteres Lehr- und Übungsmaterial für Interessierte zur Verfügung.

Die WCTAG ist Mitglied im deutschen „Netzwerk für Taijiquan und Qigong". Sie ist Gründungsmitglied des DDQT (Deutscher Dachverband für Qigong und Taijiquan) und die Allgemeinen Ausbildungs-Leitlinien (AALL) dieses Verbandes sind nach dem Ausbildungskonzept der WCTAG entwickelt worden. Die WCTAG ist für den Chen-Stil ungefähr das, was der Deutsche Karate Verband (DKV) für Karate-Do ist.